{"id":827,"date":"2018-04-04T14:55:06","date_gmt":"2018-04-04T14:55:06","guid":{"rendered":"http:\/\/www.matthiaschenk.de\/?p=827"},"modified":"2024-05-14T17:36:29","modified_gmt":"2024-05-14T15:36:29","slug":"danke-johannes-lenz","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.matthiaschenk.de\/?p=827","title":{"rendered":"Danke! Johannes Lenz"},"content":{"rendered":"<p>Liebe Leute, heute, am Ostersamstag beginne ich wieder mit meine Tagebuch.<\/p>\n<p>Ich verdanke die \u00dcberwindung der Schreibhemmung, Johanes Lenz. Er schreibt einen Aufsatz \u00fcber Hermann K\u00fckelhaus (1920 \u2013 1944). Hermann war der j\u00fcngere Bruder von meinem Lehrer und Meister Hugo K\u00fckelhaus (1900 -1984).<\/p>\n<p>Johannes Lenz beginnt: \u201eEs gibt Meschen, die nicht vergessen werden sollten. Sie leben ein mutiges Lebe und hinterlassen dann eine leuchtende Spur, die den Glauben an den Menschen st\u00e4rkt. Einer von ihnen ist Hermann K\u00fckelhaus.\u201c<\/p>\n<p>Das Wort \u201anicht vergessen\u2018 war\u2019s was mich angesprochen hat.: \u201aDu darfst die K\u00fckelh\u00e4user nicht vergessen!\u2018<\/p>\n<p>Johannes Lenz: \u201e(\u2026) der begabte und interessierte Junge\u00a0 (Herman K\u00fckelhaus) kam auf eine h\u00f6here Schule und wurde von da ausgew\u00e4hlt, in ein Internat der \u201aNapola\u2018, in die Nationalpolitische Erziehungsanstalt Stuhm, zu wechseln \u2013 eine Vorstufe der Ordensburg, die den Nachwuchs der NS-Verwaltung heranziehen sollte\u2026 Die Napola Stuhm (Sztum, Polen, Pommern), zu wechseln. (\u2026)<\/p>\n<p>Die Napola Stuhm wurde eines Tages von den Repr\u00e4sentanten des Staates besucht\u2026 sie wollten sehen und h\u00f6ren, wie es mit dem NS-Nachwuchs bestellt ist. Als die Fragenden die in Uniform Angetretenen erreichten, wandten sie sich an Hermann K\u00fckelhaus mit der Frage: Was willst Du werden? Die deutliche Antwort des Jugendlichen war\u2026 (ich \u00fcberspringe) Der Besuch wurde abgebrochen, die F\u00fchrungsgruppe verlie\u00df die Erziehungsanstalt. Aber das Referat zum Abitur stand bevor. Er w\u00e4hlte das Thea: \u201a Der Machthaber und die Masse. Die totalit\u00e4re Herrschaft als kosmisches Karzinom.\u2018 Ein Tumult brach aus, er wurde verh\u00f6rt und verhaftet und zu einem Jahr Arbeit in einem Kohlebergwerk verurteilt \u2013 Als Strafarbeit und verbunden mit dem Entzug des Rechtes, das Reifezeugnis zu erhalten. (\u2026)<\/p>\n<p>Johannes Lenz,\u00a0 Hermann K\u00fckelhaus, Die Christengemeinschaft 4\/2018, S.36<\/p>\n<p>(geb. 1927, Priester in Berlin)<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>\u201e10.4.40<\/p>\n<p>Lieber Freund!<\/p>\n<p>Dein Brief und Paket in meinen H\u00e4nden. Sei bedankt! Ich hatte gro\u00dfe Freude.<\/p>\n<p>Eist so sch\u00f6n von dir. Ich kann nicht viel Worte machen. Froh bin ich, dass du mich in allem so gut verstehst. Es ist seltsam. Wir beide sind die geringste Zeitspanne im Arbeitsdienst zusammen gewese und doch ist unser Kreis am besten gewachsen. Es gibt eigentlich im Leben nur zwei Sorten von Menschen. Die, die bereit sind, und solche, die nicht bereit sind. Dieser Sinn ist mir pl\u00f6tzlich in einer der letzten N\u00e4chte aufgegangen.<\/p>\n<p>Was hei\u00dft nun bereit sein? Man kann es in einer Rede schlecht ausdr\u00fccken. Die Worte sind arm. Es m\u00fcssen Menschen sein, die einen Kontakt zu allem haben, was sie nicht sehen. Menschen , die hinter der Zeit stehen, aus dem Augenblick als wahres Ma\u00df die Ewigkeit erkennen. Menschen, die nie in der Folge von Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft denken. Diese drei Begriffe sind Fesseln f\u00fcr Starke, Haltepunkte f\u00fcr Schwache, sie legen an die Endlosigkeit ein endliches System, um \u00fcberhaupt sein zu k\u00f6nnen. (\u2026)<\/p>\n<p>Aber das Reich (Gottes) ist da. Und immer sind seine Tore offen. Man muss nur klopfen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Denn das reich ist der Augenblick, die Ewigkeit. Nicht mit dem Finger, mit dem Leben klopfen.<\/p>\n<p>Finden wir sie gemeinsam.<\/p>\n<p>Ich w\u00fcsste kein sch\u00f6neres Zeichen.<\/p>\n<p>Dein Hermann\u201c<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Aus einem Brief von Hermann K\u00fckelhaus, \u2026 ein Narr der Held, Briefe und Gedichte 1939-1943,<\/p>\n<p>Urachhaus Verlag. Z.Zt. vergriffen; bei\u00a0 <a href=\"http:\/\/www.zvab.com\">www.zvab.com<\/a>\u00a0 gebraucht ab 10 \u20ac oder mit Hilfe<\/p>\n<p>Rainer Rappmann, <a href=\"http:\/\/www.fiu-verlag.com\">www.fiu-verlag.com<\/a> (Er ist ein Allesfinder).<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Liebe Leute, heute, am Ostersamstag beginne ich wieder mit meine Tagebuch. Ich verdanke die \u00dcberwindung der Schreibhemmung, Johanes Lenz. Er schreibt einen Aufsatz \u00fcber Hermann K\u00fckelhaus (1920 \u2013 1944). 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