Bequem

Wir sitzen in einer Seminarveranstaltung, der Künstler Dominique Rebourgeon hat große
Zeichenblätter und Graphitstifte verteilt. „Zeichnen Sie bitte einen Teilnehmer aus der Runde.“
Beim anschliessenden Gespräch wurde deutlich, daß es in jeder Aufgabe eine Stelle gibt, bei der man es sich bequem machen kann. Und dieses „Sich-Bequemmachen“ wird auf dem Papier sofort sichtbar. Schwarz auf weiss. Man konnte sogar die Verführung sehen, der Anfang zu einem Strich, einer Linie und dann das Sich-treiben-lassen.
Ein Beispiel waren die Ohren. Man sieht das Ohr, das man zeichnen will und dann malt man es doch aus dem Kopf. Man weiß ja wie ein Ohr „geht“. Und schon ist man aus dem Leben, dem Abenteuer, dem Berührt- und Ergriffensein herausgefallen.
„Es gibt immer und überall ein Loch, durch das man durchschlüpfen und abhauen kann.“
(D. Rebourgeon)
Und ich entecke diese Löcher jetzt überall: in Texten, Gesprächen, Filmen …


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