Die Monatstugenden in den zwölf Heiligen Nächten

Monatstugend? Heilige Nächte?
Auf der Schloßgalerie, neben dem Eingang zum Bienensaal, findest Du 6 Tafelzeichnungen. Eine davon: Die Monatstugenden in den Heiligen Nächten.
Sie sind während Vorträgen von Georg Wilhelm Schmidt im Schloß Freudenberg vor 15 Jahren entstanden. Georg Wilhelm Schmidt hat die Grundlagen für die Landschafts- und Parkpflege gelegt. Eines seiner Methoden gipfelte in der Ermutigung: Wenn Du vor einem Wegweiser stehst, rechtsrum geht es nach A,
linksrum geht es nach B, dann geh grad aus, verlass die ausgetretenen Pfade und geh Deinen Weg.
Einer aus dem Schloßteam hatte die Idee, die Tafel zu den 12 Nächten als Karte zu drucken. Wer eine Karte will, schreibt mir eine Nachricht.

„In der Zeit zwischen 24. Dezember und 5. Januar liegen zwölf Nächte. Träume, die in diesen Nächten aufkommen, werden seit jeher prophetisch gedeutet –
mit Blick auf die zwölf Monate des neuen Jahres. Zahlreiche Bräuche und Riten aus alten Zeiten geben heute noch Kunde von den „wihen Nahten“, den Heiligen Nächten, die Weihnachten ihren Namen gaben.
Der Zwischenraum ergibt sich, vor astronomischem Hintergrund besehen, so: Der Sonnenlauf eines Jahres umfasst in zwölf Monaten 365 Tage, zwölf Mond-Monate umspannen 354 Tage. Die Differenz beträgt elf, in Schaltjahren zwölf Tage. Um das Mondjahr mit dem Sonnenjahr in Übereinstimmung zu bringen,
haben die nordischen Völker den Zwischen-Zeit-Raum geschaffen.
1. Nacht 24./25. Dez. blickt auf den September des neuen Jahres mit der Monatstugend: Höflichkeit wird zu Herzenstakt
2. Nacht 25./26. Dez. blickt auf den Oktober: Zufriedenheit wird zur Gelassenheit
3. Nacht 26./27. Dez. … November: Geduld wird zur Einsicht
4. Nacht 27./28. Dez. … Dezember: Gedankenkontrolle wird zu Wahrheitsempfinden
5. Nacht 28./29. Dez. … Januar: Mut wird zu Erlöserkraft
6. Nacht 29./30. Dez. … Februar: Verschwiegenheit wird zu Meditationskraft
7. Nacht 30./31. Dez. … März: Großmut wird zu Liebe
8. Nacht 31./ 1. Jan. … April: Ehrfurcht wird zu Opferkraft
9. Nacht 1./ 2. Jan. … Mai: Gleichgewicht wird um Fortschritt
10. Nacht 2./3. Jan. … Juni: Ausdauer wird zu Treue
11. Nacht 3./4. Jan. … Juli: Selbstreinigung wird zur Läuterung
12. Nacht 4./5. Jan. … August: Mitleid wird zur Freiheit

Die 13. Nacht, die Nacht zum 6. Januar, ist eine Leer-Stelle, ist Frei-Raum.
Die Nächte liegen vor uns, wie ein Feld, ein Acker. Wir ahnen: Hier verbirgt sich alle Tiefe des Christenfestes.
Hier wirken die heiligsten Geheimnisse des Kosmos. Hier gedeihen von Nacht zu Nacht die Seelenpflanzen, die blühen
und fruchten zu hoffnungsreichen Zukunftsgedanken.“

Hermann Kükelhaus, hat in einem Brief an seinen Bruder Hugo 1941 geschrieben:
Weihnachten will einem so schwer in den Kopf. Solche Tage sind Gewichte. Man muß die Uhren damit aufziehen, das Jahr ist lang.“

Die Theologin, Autorin und Künstlerin Cordelia Böttcher hat dazu ein weiterführendes und vertiefendes Buch geschrieben:
Das Buch der 12 heiligen Nächte – Inspirationen für das neue Jahr; Frankfurt 2001, Clavis Verlag.

  • Raphael Ohlms sagt:

    es geht auf Ostern zu, gibts zu dem Thema Karten ? Am 11.03.2007 hat mein BO damals bei Walter Siegfried Hahn geendet, danke dafür noch mal an Bea, für´s ermöglichen !!!, Damals, !!!, ich komme am WE 17. bis 19.03.2015 dann mit den OMNIBUS Menschen zum Schloss, bis dahin, ade aus Hannover ! sagt in Verbundenheit Raphael

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