Nur der Teufel kann mich abholen, wo ich bin.

Die Aufforderung: „Den anderen da abholen, wo er steht.“ hat nie meine volle Zustimmung gefunden. Ich konnte es mir jedoch nicht begründen. Die intensive Befassung mit dem „Gehen, Schreiten und Laufen“ und die Erfahrungen auf dem Barfußweg mit mir und den Mitgehenden, hat mir dann ein neues Bild gegeben.
Es geht nicht darum, jemand abzuholen, dort wo er steht, sondern darum, ihn zum Gehen zum Fortschreiten zu motivieren, zu bewegen.
Und das ist ein Überwinden, ein sich Entsichern, ein „Hineinfallen in den Gang.“ Mit jedem Schritt, den ich tue, falle ich aus mir heraus und, indem ich den Fall, mal rechts, mal links, auffange falle ich wieder in mich hinein.“ Hugo Kükelhaus

Das ist eine Überforderung. Ich muss den anderen über-fordern.
Nur so kommt er in seinen Gang.

Die Wortwurzeln von fordern reicht bis in 8. Jh. mittelhochdeutsch
vo (r) dern , machen, daß etwas oder jemand hervorkommt.

„Viele Künste kann der Teufel,
aber singen, tanzen, spielen, musizieren
kann er nicht! Wohl oder übel muß der Teufel die Maschinen, die er unter die Menschen gebracht hat, selbst bedienen. Und die Erwachsenen lernen von ihren Kindern, wie man Arbeit und Spiel auf eine sinnvolle und menschenwürdige Weise miteinander verbinden kann, ohne auf die Segnung der Technik verzichten zu müssen.“
Karl Lorenz, Der musikalische Schöpfer, 1979; Karl Lorenz war Arbeitskollege, Unterstützer und Freund von Hugo Kükelhaus.


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  • Harald sagt:

    Mir erschließt sich der Ausschlusszusammenhang nicht. Was stört die Herausforderung, die Überforderung, sich in Schritte hineinfallen zu lassen, wenn jemand abgeholt wird, wo mensch steht? Und warum sollte das nur „der Teufel“ können.
    Aus dem Text wird das -mir jedenfalls- nicht deutlich.

    Abgesehen davon stimme ich auch inhaltlich nicht zu. Die Zeit der Überforderungen jeglicher Art ist vorbei. „Wege der Übung“ nicht mehr erfoderlich. Als ich letztes Wochenende erstmals von den Erfahrungdfeldern hörte, dachte ich, dass das hier begriffen (ja:auch im Wortsinne) ist.
    HERZLichte Grüße
    Harald

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